„Rumäniens historische Verbindungen zu Frankreich und Deutschland“
Unsere diesjährige Kulturveranstaltung endete am 14. November mit einer von Teilnehmern und Gästen gleichermaßen geschätzten Aufführung. Im Düsseldorfer Filmmuseum, einer kulturellen Institution der Stadt, mit der wir eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit pflegen, fand die Gedenkfeier zum 145. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen Rumäniens zu Frankreich und Deutschland statt.
Die Grundlagen dieser historischen Verbindungen wurden unter König Carol I. gelegt, einem König deutscher Abstammung und Verwandten von Kaiser Napoleon III. König Carol I. prägte eine Zeit des Fortschritts in der Entwicklung des modernen Rumäniens, die wir als Ära Carol I. bezeichnen. Die Gründung der alten Freundschaft, aber auch die Wertschätzung gemeinsamer Werte, begünstigten die Bildung von Bündnissen zwischen den drei Nationen, die sich stetig festigten.
Die Beziehungen zwischen Rumänien und Frankreich, bzw. Rumänien und Deutschlandbli8cken auf eine lange Geschichte zurück und sind heute besonders dynamisch und solide. Diese historischen Bindungen sind Teil der strategischen Annäherung zwischen Frankreich, Deutschland und Rumänien, Partnerländer der NATO und der Europäischen Union.
Am 14. November um 18:00 Uhr präsentierte der Kulturverein Atheneum Düsseldorf, der die Partnerschaft mit dem Filmmuseum genießt, die TVR-1, „Die Stunde des Königs“-Produktion, „Rumäniens historische Verbindungen zu Frankreich und Deutschland“.
Der Film wurde von der Produzentin Lidia Voicu und dem Publizisten und Drehbuchautor, Regisseur und Fernsehproduzenten Sandrino Gavriloaia gedreht, der seit 16 Jahren die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen unseren Ländern verfolgt und dokumentiert hat. Der Film wurde von Arch. Monica Balutescu, Gründungsmitglied des Kulturvereins Atheneum, ins Deutsche übersetzt.
Im Anschluss folgte ein bewegendes musikalisches Programm mit den rumänischen Flötenmeistern Raluca Patuleanu und Stefan Negura. Für einige Teilnehmer wurde das Treffen im Restaurant Schillings in Düsseldorf fortgesetzt.
Der Verein „Atheneum“ freut sich besonders über die Anwesenheit bedeutender Persönlichkeiten aus Rumänien und Deutschland. Die rumänische Botschafterin in Berlin, Frau Adriana Stanescu, begrüßte die Idee und Durchführung der Veranstaltung, und Rechtsanwalt Ion Luca Vlad, Mitglied des Königlichen Rates, hielt eine kurze Ansprache. Professorin Dr. Paula Popoiu, Direktorin des Dorfmuseums „Dimitrie Gusti“ in Bukarest, mit dem Atheneum seit Jahren eng zusammenarbeitet, präsentierte Fotografien von Mitgliedern des Königshauses, die über Generationen hinweg stolz die rumänische Tracht getragen haben.
In den 15 Jahren ihres Bestehens hat die Atheneum-Vereinigung durch ihre Veranstaltungen besondere kulturelle Momente in Düsseldorf und Rumänien geprägt. Diese Aktivitäten konnten dank des Engagements und der Inspiration von Frau Livia Grama Medilanski realisiert werden. Ihre guten Beziehungen zu Persönlichkeiten und Kulturinstitutionen in Düsseldorf sowie zum rumänischen Königshaus trugen maßgeblich zur Verwirklichung dieser Veranstaltungen bei. Die Arbeit zur Förderung Rumäniens in Deutschland gestaltete sich umso intensiver, als die materielle Unterstützung aus jeglicher Richtung nahezu ausblieb.
Die größte Anerkennung kam vom rumänischen Königshaus mit der Verleihung des Königlichen Kreuzes von Rumänien, einer Auszeichnung, die uns von Ihrer Königlichen Hoheit Margareta, Hüterin der rumänischen Krone, für die langjährige kulturhistorische Tätigkeit unserer Vereinigung überreicht wurde.